Schlagwort-Archive: Informationen

Tag der Deutschen Einheit

DeutschlandDer 3. Oktober wurde als Tag der Deutschen Einheit im Einigungsvertrag 1990 zum gesetzlichen Feiertag in Deutschland bestimmt. Als deutscher Nationalfeiertag erinnert er an die deutsche Wiedervereinigung, die „mit dem Wirksamwerden des Beitritts der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990“  „vollendet“ wurde. Somit wurden Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Berlin in seiner Gesamtheit die Neuen Länder der Bundesrepublik Deutschland.




Herbstanfang

HerbstHeute ist Herbstanfang. Der Herbst als eine der vier meteorologischen und astronomischen Jahreszeiten ist die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter.
In den gemäßigten Zonen ist er die Zeit der Ernte und des Blätterfalls. Im Herbst der Nordhalbkugel bewegt sich die Sonne scheinbar vom Himmelsäquator zum südlichen Wendekreis.
Das Wort Herbst hat sprachgeschichtlich denselben Ursprung wie das englische Wort harvest „Ernte(zeit)“, lat. carpere „pflücken“ und griech. karpós „Frucht, Ertrag“, ferner litauisch kirpti „schneiden“, griechisch krōpíon „Sichel“. Ursprünglich bedeutete das Wort Herbst also „Erntezeit“. Diese landwirtschaftliche Bedeutung blieb im Englischen erhalten, während sie sich im Deutschen zur allgemeinen Bezeichnung der Jahreszeit verschob. Im südwestdeutschen Sprachraum lebt die ursprüngliche Wortbedeutung als Dialekt- bzw. Fachausdruck für die (Wein)lese fort: diese Tätigkeit wird dort verbreitet mit „herbsten“ bezeichnet.
Im Herbst verfärben sich die Blätter an den Bäumen, bevor sie dann abfallen. Ursache ist der langsame Rückzug der Pflanzensäfte in den Stamm bzw. in die Wurzeln. Das Chlorophyll wird abgebaut und andere Blattfarbstoffe sorgen für die bunte Färbung. Bei diesen Farbstoffen handelt es sich z. B. um Carotinoide und Anthocyane. Teils sind sie im Blatt bereits vorhanden, teils werden sie neu gebildet, so bei den Anthocyanen. Die Farbstoffe besitzen eine Schutzfunktion vor dem Sonnenlicht, sodass die im Blatt vorhandenen Säfte in den Stamm überführt werden können, bevor dieses schließlich abfällt.




Meteorologischer Herbstanfang

Meteorologischer HerbstanfangFür Meteorologen beginnt der Herbst bereits am 1. September – gut drei Wochen vor dem kalendarischen Start der dritten Jahreszeit.

Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts gilt für die Wissenschaftler der 31. August als letzter Tag des Sommers.

Nach den Erfahrungen der Experten verabschiedet sich der Sommer dann meist mit einem gründlichen Wetterumschwung.




Siebenschläfertag

Der Siebenschläfertag ist am 27. Juni und ein Gedenktag für die sieben Schläfer von Ephesus. Die gleichnamige alte Bauernregel besitzt ihre Relevanz als Lostag jeweils etwa 10 Tage später um den 7. Juli, aufgrund der gregorianischen Kalenderreform.

Legende des Gedenktages
Seinen Namen verdankt der Siebenschläfertag einer alten Legende. Danach hatten sieben junge Christen in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später.

Die Legende wird erstmals im 6. Jahrhundert schriftlich dokumentiert, Gregor von Tours (538–594) übersetzte sie erstmals ins Lateinische. Es gibt mehrere syrische und griechische Varianten. Auch der Islam (Koran, Sure 18, „Die Höhle“) erzählt eine Version dieser Geschichte. Mit dem Nagetier Siebenschläfer besteht kein Zusammenhang.

Meteorologische Singularität der Bauernregel
Der Zeitraum um und insbesondere nach dem Siebenschläfertag gilt als meteorologische Singularität wetterbestimmend, die Bauernregel dazu gibt es in einer Vielzahl von Varianten.
Statistische Analysen ergaben, dass sie zwar nicht für den Siebenschläfertag selbst, jedoch für die erste Juliwoche in Süddeutschland in 60–70 %, in München sogar in 80 % der Fälle zutrifft, was mit der vom Jetstream abhängigen Großwetterlage zusammenhängt, welche sich üblicherweise Ende Juni bis Anfang Juli für einige Zeit stabilisiert. Da diese Bauernregel schon deutlich vor der gregorianischen Kalenderreform von 1582 entstand, ist der heutige Siebenschläfertag eigentlich der 7. Juli. Für den Zeitraum vom 5. bis zum 10. Juli hat der Meteorologe Franz Baur (1887–1977) eine statistische Häufung nachgewiesen.

Liegt der Jetstream im Norden, so werden Tiefdruckgebiete meist in Richtung Nordeuropa abgelenkt und Hochdruckgebiete dominieren das Wetter im südlichen Mitteleuropa, liegt er weiter südlich, so können Tiefs über Mitteleuropa hinwegziehen. Für Norddeutschland mit dem stärker maritim geprägten Klima ist die Regel jedoch nicht anwendbar.

Im Einzelnen ist bei einer Etablierung einer umfangreichen Hochdruckzone über Skandinavien – die unter Umständen mit einer Hochdruckbrücke über England eine stabile Allianz mit dem Azorenhoch bildet – in Mitteleuropa nicht selten mit beständigem, trockenem und sehr warmem bis heißem Wetter zu rechnen. Umgekehrt kann eine zyklonale Westlage in Deutschland und weiten Teilen Mitteleuropas in den darauf folgenden Wochen zu sehr wechselhaftem und unbeständigem Wetter führen. Es herrscht ein im Mittel hoher Luftdruckgradient zwischen den Bodendruckgebilden Islandtief und Azorenhoch, was zu einer lang andauernden Zufuhr feuchter und kühler Luftmassen vom Atlantik nach Mitteleuropa führt. Wenn in Norddeutschland kühle Nordmeerluft vorherrscht und im Süden sich deutlich wärmere Luftmassen auswirken, führt dies zudem zu sehr wechselhaften Wetterauswirkungen. Insbesondere im Übergangsbereich zwischen kühler und warmer Meeresluft besteht dann Unwetterpotenzial.

Bauernregel
Viele der Juniregeln sowie des Folgemonats lassen sich auf ähnliche Weise anwenden, so wie zum Beispiel zum Johannistag (24. Juni). In manchen Regionen gibt es für weitere Lostage analoge Regeln, etwa für Medardus (8. Juni, Tschechien und Ungarn), Gervasius und Protasius (19. Juni), Mariä Heimsuchung (2. Juli), oder den Siebenbrüdertag (10. Juli).

Im Einzelnen sind für den Siebenschläfertag folgende Varianten bekannt:
* Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.
* Wenn’s am Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.
* Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag.
* Wie’s Wetter am Siebenschläfertag, so der Juli werden mag.
* Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen.
* Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.
* Regnet’s am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.
* Werden die sieben Schläfer nass, regnet’s noch lange Fass um Fass.
* Der Siebenschläferregen, der bringt dem Lande keinen Segen.
* Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen.
* Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.




Sommeranfang

Rose - Blume des Monats JuniDie Sommersonnenwende wird in vielen Ländern, wie in Mitteleuropa und den USA, als Beginn der Jahreszeit Sommer gesehen. In Irland hingegen wird der Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Juli als Sommer betrachtet; die Sommersonnenwende liegt also etwa in der Mitte der Jahreszeit. In vielen Ländern, in denen heute der kalendarische Sommer am 20./21. Juni beginnt, wird der Tag der Sommersonnenwende dennoch als Mittsommer bezeichnet, was möglicherweise auf einen alten gemeinsamen steinzeitlichen Kalender zurückgeht. Im Belchen-System geht zum Beispiel die Sonne zur Sommersonnenwende vom Elsässer Belchen aus gesehen über dem nordöstlich gelegenen Kleinen Belchen auf, was die Bestimmung des Zeitpunkts der Sommersonnenwende unabhängig von anthropogenen Objekten ermöglicht.




Pfingstmontag

BlütePfingsten (von griech. pentekosté „der fünfzigste Tag“) ist ein christliches Fest jüdischen Ursprungs. Es geht auf das jüdische Wochenfest „Schawuot“ zurück und wird wie dieses am fünfzigsten Tag nach Ostern bzw. Pessach gefeiert, dass entspricht dem 10. Tag nach Christi Himmelfahrt. Auf welchen Tag Pfingsten fällt, hängt also letztendlich vom Osterdatum ab. Gefeiert wird von den Gläubigen die Entsendung des Heiligen Geistes.




Pfingstsonntag

An diesem Sonntag feiern die Christen das Pfingstfest. Es ist das Fest der Sendung des Heiligen Geistes. Um Pfingsten ranken sich seit Alters her viele Bräuche. In Ritterromanen liest man von glanzvollen Pfingstfesten des sagenhaften Königs Artus im 5. & 6. Jahrhundert. Es gab große Turniere und Schützenfeste, die an diesem Tag stattfanden. Auf der Pfingstwiese und dem Pfingstanger in der Stadt und auf dem Land wurden Pfingstlauben errichtet, Pfingstbäume aufgestellt, Pfingstgelage abgehalten und Pfingstbier ausgeschenkt. Früher haben die Landwirte an Pfingsten das Vieh zum ersten Mal auf die Weide getrieben und das erste oder letzte Tier bzw. der zum Braten bestimmte Ochse war der Pfingstochse, der festlich geschmückt wurde.




Kindertag

WeltkindertagDer Kindertag, auch Weltkindertag, internationaler Kindertag oder internationaler Tag des Kindes ist ein in über 145 Staaten der Welt begangener Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Die Art seiner Ausrichtung reicht von einem Ehrentag für Kinder über einen Quasi-Feiertag mit Festen und Geschenken bis zu politischen Aktionen in der Tradition eines Kampftages, welche die Kinderrechte in das öffentliche Bewusstsein rücken sollen.
Es gibt kein international einheitliches Datum, was historisch begründet ist. In über 40 Staaten wie in China, vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird am 1. Juni der internationaler Kindertag begangen. In vielen anderen Ländern sind es gänzlich andere und sehr verschiedene Daten. In Deutschland und Österreich wird am 20. September offiziell der Weltkindertag ausgerichtet, aber auch der 1. Juni als internationaler Kindertag gefeiert.